Theorien zu Inventarsystemen

Für große Unternehmen können Bestandsanforderungen mit komplexen Algorithmen und Computerprogrammen ermittelt werden. Für kleine Unternehmen können die meisten Lagermodelle in drei Theorien passen. Jede dieser Theorien soll sicherstellen, dass die benötigten Artikel bei Bedarf vorrätig sind, ohne dass Vorräte vergeudet werden müssen oder ein Vermögen für Überbestände aufgewendet werden muss.

Just-in-Time-Inventar

Mit einem Just-in-Time-Inventarsystem werden Artikel erst dann produziert, wenn sie von Kunden benötigt werden. Zu den Vorteilen dieses Systems zählen weniger Overhead und minimale Speicheranforderungen. Es gibt auch weniger Abfall, wenn verderbliche Gegenstände beteiligt sind. Hersteller von extrem teuren Produkten wie Flugzeugen verwenden ein Just-in-Time-Inventarsystem, das jedoch auch für Artikel am anderen Ende des Spektrums eingesetzt wird - z. B. individuelle Blumenarrangements oder Hochzeitstorten. Auch On-Demand-Verlage, die Bücher erst nach Auftragserteilung drucken, nutzen ein solches System.

Heijunka

Level-Inventar und Produktion oder Heijunka ist eine Theorie, die von Toyota in die Praxis umgesetzt wurde. Ziel ist es, die Produktionszyklen konstant zu halten, so dass Überstunden und Leerlaufzeiten auf ein Minimum reduziert werden. Toyota passt seine Produktion verschiedener Fahrzeugmodelle und Teile wöchentlich und täglich an, basierend auf genauen Berechnungen der Kundenanforderungen. Kleine Unternehmen mit saisonalen Verkaufszyklen können von Heijunka profitieren, da sie jede Woche des Jahres eine gleichbleibende Anzahl von Produkten produzieren, anstatt in der Hauptsaison Bestellungen zu erledigen.

Deterministische kontinuierliche Überprüfung

Die von den meisten Einzelhändlern in die Praxis umgesetzte Inventurtheorie ist die deterministische kontinuierliche Überprüfung. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Artikel auf Lager gehalten werden und mehr bestellt wird, wenn die Füllstände zu sinken beginnen. Dieses Modell funktioniert am besten, wenn Sie Kundenbestellungen und Versandzeiten vorhersagen können. Wenn zum Beispiel eine Woche dauert, bis Artikel an ein Geschäft geliefert werden, benötigen Sie ausreichend Inventar für eine Woche. Andernfalls müssen Sie Kunden abweisen, wenn der Artikel nicht vorrätig ist.

Inventartheorien in die Praxis umsetzen

Bei Lagerbeständen müssen Frachtkosten und Produktionspläne gegen die voraussichtliche Kundennachfrage abgewogen werden. Das Ziel sollte sein, das beste Gleichgewicht zwischen zu viel Lager und Ausverkauf zu finden. Anstatt Ihre Methoden an eine Theorie anzupassen, sollten Sie sich darauf konzentrieren, welches Inventarsystem für Sie das kostengünstigste ist. Wenn Sie nicht nur eine einzige Produktgruppe anbieten, kann es sinnvoll sein, mehrere Bestandsmodelle zu verwenden.